Bei dieser Bandmaschine handelt es sich um ein Braun TG1000/4. Baujahr 1974 und zur damaligen Zeit eines der high end Geräte unter den Bandmaschinen. Der Neupreis lag bei DM 1825,-. Neben dem ausgezeichneten Design, bot das Gerät drei Geschwindigkeiten, Vierspurtechnik, d.h. man konnte beide Bandseiten Stereo bespielen oder vier Seiten Mono. Des weiteren bot sich die Möglichkeit einzelne Spuren unabhängig von einander aufzunehmen. Z.B. kann man auf einer Spur ein Klavierstück aufnehmen und auf der nächsten Spur dazu singen. Bei jeder weiteren Aufnahme wir alles auf die nächste freie Spur überspielt und es können weitere Instrumente oder Gesang dazu gespielt werden. Somit kann eine einzelne Person ein ganzes Orchester spielen.

Die technischen Finessen lagen unter anderem in der sehr aufwändigen Bandführung. Damit das Band möglichst gleichmäßig gespannt wird, unabhängig davon ob die Spule gerade voll oder leer ist, wird mit einer Photozelle die Stellung der Bandführungsstifte abgetastet. Dieser Messwert dient dann zur Steuerung der Kraft und Geschwindigkeit der beiden Wickelmotoren. Die Wickelmotoren erreichen die kürzeste Umspulgeschwindigkeit aller bis heute gebauten Tonbandgeräte. Das TG1000 hat drei Motoren, drei Köpfe, zur Aufnahme, zur Wiedergabe und zum Löschen und lies sich mit einem Zusatzgerät auch zur Steuerung von Diaprojektoren einsetzen.

Der Maserati unter den Bandmaschinen. Schnell, schön, aber technisch nicht ganz so solide wie man es erwartet.